Muscheln: Delikatesse aus Poseidon's Garten

Nicht nur im antiken Griechenland waren Muscheln eine beliebte Gaumenfreude. In Frankreich wurden Muscheln im Mittelalter an Pfählen gezüchtet, daher stammt auch der Name Pfahlmuschel.

Aristoteles benannte die essbare Seemuschel "Mytilos". Der Zusatz "edulis" ist lateinisch und bedeutet "essbar". Die heutige korrekte wissenschaftliche Bezeichnung lautet deshalb auch Mytilus edulis. Somit wird quasi schon im Namen methodisch belegt, dass Muscheln doppelt schmackhaft sind.
 

Delikate Muscheln
Bildquelle: Aka / pixelio.de


Der Name Miesmuscheln kommt vom Mittelhochdeutschen "mies" für "Moos". Miesmuscheln sind - vor allem im norddeutschen Raum - von den Speisekarten guter Küchen und erstklassiger Restaurants kaum wegzudenken.

Hauptsächlich in den Küstenregionen Nordfrankreichs und in Belgien, findet man in der Muschelsaison auf jeder Speisekarte "Moules-frites", frische gekochte Muscheln mit Pommes frites. In Deutschland dagegen werden häufig "Muscheln nach rheinischer Art" angeboten, klassisch mit Schwarzbrot und Butter.
 

Muscheln-Saison - von September bis Februar

Obwohl frische Muscheln heutzutage das ganze Jahr über erhältlich sind, gibt es immer noch althergebracht von September bis Februar eine Saison für Muscheln. Dies hatte früher auch seinen guten Grund: Muscheln sind sogenannte "Filtrierer". Sie "atmen" das Wasser des Meeres quasi ein und entnehmen durch die Kiemen den Sauerstoff.

Gleichzeitig werden winzige Nahrungspartikel von der Schleimschicht der Kiemen aufgefangen und wandern zum Magen. Der Rest wird ausgeschieden und sammelt sich als Schlick unter der Muschel. In heißen Sommern können giftige Algen und toxisches Plankton entstehen, welches die Muscheln mit aufnehmen.

Und da in früherer Zeit die Kühlkette nicht immer eingehalten werden konnte, kamen ab und an auch vergiftete Muscheln auf den Tisch, was heutzutage so gut wie nie der Fall ist!
 

In der kalten Jahreszeit beliebt: Moules-frites und andere Muscheln-Gerichte

Gerade im Herbst und gegen Weihnachten hin schmecken Muscheln am besten. Sie sind reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren und enthalten unter anderem viel Eisen, Selen und Vitamin B12.

Übrigens: Eine einzige Muschel kann bis zu 20 Liter Meerwasser pro Tag filtern, weshalb Muscheln ein wichtiger Bestandteil für das Ökosystems Wattenmeer darstellen.
 

 

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