Autopfand - Wenn Wirte knapp bei Kasse sind

Wenn die Bank den Dispokredit sperrt oder wenn dieser gar nicht erst in Anspruch genommen werden soll, bietet sich zur Finanzierung eines kurzfristigen finanziellen Engpasses das Autopfand an. Wir erklären, wie das funktioniert!
 

Autopfand statt Bankkredit


Um an eine solche Kurzfristfinanzierung zu gelangen, schafft der Besitzer eines Autos sein "bestes Stück" in ein Kfz-Pfandhaus. Dort erhält er bis zu 80 Prozent des Marktwerts seines Wagens als Kreditsumme und löst sein Fahrzeug wieder aus, wenn der Kredit zurückgezahlt werden kann. Eine lästige und zum Teil auch gefürchtete Schufa-Abfrage entfällt! Die Zinsen können günstiger ausfallen als beim Dispokredit und das Geld ist relativ schnell zu bekommen.
 

Wie arbeitet ein Kfz-Pfandhaus?

Grundsätzlich kann jedes Fahrzeug als Autopfand dienen, also auch ein Motorrad oder eine Baumaschine. Allerdings nimmt nicht jedes Pfandhaus jedes Fabrikat entgegen.

Die Arbeitsweise ist - wie bei Pfandleihen üblich - bestechend unkompliziert: Nach Terminvereinbarung, die sehr kurzfristig erfolgen kann, wird der Wert des Fahrzeugs geschätzt, wozu genau wie bei einem Kfz-Verkauf gültige Bewertungslisten als Grundlage dienen. Auch wird der Pfandleiher das Fahrzeug manuell überprüfen lassen, bei besonderen Modellen kann gegebenenfalls ein Sachverständiger seine Expertise abgeben.

Dann schließt der Pfandnehmer - das Kfz-Pfandhaus - mit dem Fahrzeughalter als Pfandgeber einen Vertrag, der sich nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Autopfandleihe richtet. Diese bestimmen einen Zinssatz, der vielfach deutlich günstiger ist als der des hausbank-eigenen Dispokredits. Nach Vertragsabschluss stellt der Halter sein Auto auf dem gesicherten Parkplatz des Pfandgebers ab. Und fertig!
 

Auto-Pfandhöhe und Auslöse

Es werden Beleihungssummen zwischen rund 40 bis max. 80 Prozent des Fahrzeugwertes sofort in bar ausgezahlt. Zum Zins kommen noch einmal Gebühren (vorrangig Standgebühren) des Pfandleihers hinzu, die unterschiedlich ausfallen.

Hier setzen die Pfandhäuser eine Pauschale vom gesamten Autopfand an - unter 10.000 Euro sind es oft 3,5 Prozent ... zwischen 10.000 und 20.000 Euro 3,0 Prozent und darüber 2,5 Prozent. Wenn es Alternativen gibt, also mehrere Pfandhäuser in einer Großstadt, lohnt sich unter Umständen an dieser Stelle die Gebühren zu vergleichen.

Nach drei Monaten löst der Fahrzeughalter in der Regel sein Kraftfahrzeug wieder aus - teilweise sind sechs Monate und eine zusätzliche Karenz von vier Wochen üblich. Danach würde das Auto versteigert werden!
 

 

 

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